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| YOUNG / JAPAN JAPAN - Von Sushi bis Sony 3950.00 €Vielfältig, verwirrend und widersprüchlich sind die Bilder, die das Land der aufgehenden Sonne in uns auslöst. Hier die arbeitsamen Menschen, eingebunden in die Maschinerie einer der mächtigsten Industrienationen – dort der rätselhafte Zauber und die tiefgründigen, für Westler unverständlichen Mythen. Alte Traditionen überlebten bis zum heutigen Tag, hat sich Japan doch jahrhundertelang gegenüber dem Ausland abgeschottet. Es ist eine andere Welt, die uns tief im Osten begegnen wird. Erleben Sie die Teezeremonie oder das Ritual des täglichen Bades, und Sie werden fasziniert sein von der beneidenswerten Ruhe und Ausgeglichenheit, die sich darin offenbart. Auch landschaftlich begeistert Japan durch seine Vielfalt – immerhin erstreckt sich das Land über mehr als 20 Breitengrade. Unsere Reiseroute ist bunt und voller abwechslungsreicher Eindrücke. Intensive Naturerlebnisse mit Wanderungen, Städtetouren und tiefe Einblicke in die vielseitige Kultur und den Geist des Buddhismus lösen einander ab. Dabei reisen wir mit landestypischen öffentlichen Verkehrsmitteln, um das Japan der Japaner authentischer kennen zu lernen. Einzelzimmer nicht möglich JAPAN FÜR JUNGE TRAVELLER 1999.00 €Japan für Backpacker und in öffentlichen Verkehrsmitteln! So ist nichts unmöglich, denn alles ist nicht mehr so fern, so teuer, so exotisch ... na ja, manchmal schon, wenn man dort, wo auch der japanische Kaiser alleine hingeht, erst mal ein Computerdisplay enträtseln muss. Die technikfreudigste Nation der Welt hat aber immer noch ihre uralten Riten beim Essen, beim Baden oder bei der Teezeremonie. Und die Hochkultur der Nudelsuppen ist selbst noch im UFO-förmigen Becher-Snack nicht zu übersehen. Futurismus in Fukuoka Hightech zeigt sich schon am Himmel: Das vollautomatische Dach des Baseballstadions von Fukuoka öffnet sich wie von Geisterhand. In der modernen Superarena kämpfen aber nicht nur Sportler, da finden auch schon mal die Weltmeisterschaften der Roboter statt. Futuristisch ist auch die 1,4 Milliarden Dollar teure Konsum- und Kulturburg „Canal City“, ein gigantisches Zwischending aus Legoland und Hundertwasser-City. Rund um die alte Burg kann man im Nihonteien-Garten Hanami, das „Anschauen der Blüte“, üben. Da treffen sich die Einheimischen zum Picknick unter Kirschen. Die zeitgenössischen Künstler im Asian Art Museum zeigen hingegen auch weniger liebliche Motive. Railway to Hell Der Schnellzug zu den Höllen von Beppu fährt schon lange elektrisch. Trotzdem dampft es bei der Ankunft im japanischen Schwefelbad Nr. 1 aus allen Ecken. Ab und zu spuckt ein kleiner Westentaschengeysir noch ein bisschen dazu. Der Geruch bleibt, aber die Ansichten wechseln: Hölle 4 – mit Seerosenteich, Hölle 7 – mit Buddha, Hölle 8 - Tomatensuppe mit Kugelbäumchen ... Manche Höllen heizen mit dem Thermalwasser auch Schwimmbecken für Nilpferde oder Krokodile. Die Höllen sind nur zum Sightseeing, die Onsen (heiße Quellen) dagegen laden zum Baden ein. Der Badeknigge in Kurzform: Bade vor dem Baden. In Beppu geht es aber auch mal ohne Hauptwaschgang: Das haben mir drei Sand-Bademeisterinnen in Zeichensprache erklärt, während sie mich bis zum Hals im heißen, feuchten Sand verbuddelt haben. Klingt wie Teufelsfolter, tut aber verdammt gut. Tanz auf dem Vulkan Die Höllenfeuer unter dem Mount Aso sind besonders heiß. 24 km breit ist die Caldera des größten japanischen Vulkans, und im Krater gibt es Bauerndörfer, Schutzhütten mit verstärkten Dächern und kleinere Vulkane, die noch manchmal Feuer speien. Ich bin froh, dass im Vulkanmuseum Kameras stehen, mit denen wir das aus respektvoller Entfernung beobachten können. Doch was ist schon ein Vulkanausbruch gegen das, was der Mensch entfesseln kann? Bevor uns der Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug nach Hiroshima bringt, genießen wir in Kumamoto noch den Suizenji-Garten. Wie ein Bonsai zum großen Baum verhält sich ein japanischer Garten zur Landschaft allgemein. Beim benachbarten Izumi-Schrein stärken wir uns in einem historischen Teehaus mit einem kräftigen Early-Morning-Aufguss. Obwohl Hiroshima heute eine vitale Stadt ist - die Erinnerung an den 6.8.1945 ist immer noch wach. Millionen Papierkraniche schmücken die Statue des Strahlenkindes Sadako. Sie glaubte, wieder gesund zu werden, wenn sie 1000 Kraniche faltet. 664 hat sie geschafft. Der Atombomben-Dom und der Friedenspark, Appelle an das Gewissen. Kaiserreich Die Burg des Weißen Reihers in Himeji ist das Ziel unserer heutigen Exkursion. Dass sie noch so schick dasteht mit ihren weißen Mauern und dem Ensemble der Türme, verdankt sie den wachsamen Baumeistern der Shogun-Zeit, die so lange tüftelten, bis die Burg uneinnehmbar war. Weniger im wehrtechnischen Bereich liegen die architektonischen Höhepunkte der alten Hauptstadt Kyoto. Abgesehen vom Gold-Pavillon dominiert hier die noble Zurückhaltung. Im Ryoan-ji-Tempel mit seinem Zen-Garten regen sogar die Steine zum Meditieren an. Japanische Schulkinder müssen die Interpretationen der Steinformen sogar auswendig lernen. Vermutlich steht auch jede einzelne der 1000 buddhistischen Kannon-Figuren im Tempel Sanjusangendo auf dem Lehrplan. Ich selbst wäre schon froh, wenn ich endlich begreifen würde, wie man die hölzernen Stäbchen beim Essen nur klacken und nicht kleckern lässt. Tokyo Schon der Bahnhof ist größer als bei uns eine Kleinstadt. Auch der Tokyo-Tower ist höher als sein Vorbild, der Eiffelturm. Nur die Bonsai-Golfplätze haben aus Platzmangel ein Handicap: In diesen Käfigen kann man nur den Abschlag üben. Auch die Essenszeit ist knapp bemessen. Im Schnellrestaurant gibt's schon mal den Blick zur Uhr, wenn man beim Sushi die Langsamkeit entdecken will. Umso mehr Zeit bleibt fürs Nationalmuseum: Ohne Scout hätte ich hier nicht einmal den Faltenwurf eines Sumo-Gürtels begriffen. In Harajuku treffen wir auf zahlreiche Modegeschäfte und eine skurrile Jugendszene. Der Meiji-Schrein gehört zu den bedeutendsten Pilgerzielen in Tokyo. Wenn man endlich seine Izakaya-Kneipe in Roppongi gefunden hat, geht es locker zu wie bei uns - außer dass die Männer meistens Nadelstreifen tragen. Nur Paul wollte in der Ginza rund ums Sony-Building Japan-Elektronik kaufen - ich bin doch nicht blöd, das gibt es zu Hause billiger. Da kaufe ich mir lieber Profi-Küchenwerkzeug neben dem Kannon-Tempel in Asakusa, zumal nicht einmal ich am frühen Morgen Lust auf Sushi-Frühstück auf dem größten Fischmarkt der Welt habe. Schon eher auf eine Kostprobe im Nudelsuppenmuseum von Yokohama. Die futuristische UFO-Suppen-Variante hat übrigens Löcher im Becher zum Abgießen der Brühe. So tut man sich wirklich leichter mit den Stäbchen - obwohl das Schlürfen ja in Japan zum guten Ton gehört. Mich würde allerdings interessieren, wie dieser Snack in der Sumo-Variante aussieht: Ich glaube, ich gebe mir noch einen groben Brocken Japan - noch mal richtig reinhauen zum Abschied beim Trainingsessen im Sumo-Camp. Da bleibt einfach mehr hängen von meiner Reise ... LEISTUNGEN Flug mit Japan Airlines von Frankfurt nach Tokyo und zurück, Inlandflug von Tokyo nach Fukuoka inkl. Flughafengebühren - Bahnfahrten in der 2. Klasse laut Reiseverlauf - Transfers - Ausflüge und Rundreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln - Unterbringung im DZ mit Du/WC in Mittelklassehotels - 7 x Frühstück und 2 Abendessen - Reiseliteratur - Marco Polo-Reisebegleitung. Nicht enthalten: Eintritte (ca. 45 €) und zusätzliche Ausflüge und Veranstaltungen, die als Gelegenheit, Möglichkeit oder Wunsch beschrieben sind (Sandbad in Beppu ca. 5 €, Ausflug nach Yufuin). Reisepass erforderlich. Keine Impfungen vorgeschrieben. Teilnehmer: Mindest. 12, max 25 Alter: 20 bis 35 Jahre TERMINE & PREISE |